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Türkische Universitäten nach Erdogans «Säuberungen»

Der versuchte Militärputsch in der Türkei am 15. Juli 2016 war ein erster Höhepunkt in einer besorgniserregenden Entwicklung, in deren Folge rechtsstaatliche Strukturen, Demokratie, Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit de facto abgeschafft worden sind.

zusammengestellt von Thomas Waitz & Ulrike Bergermann

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Employees of the «Detroit News» telegraphing messages, 1918. Image source: https://www.flickr.com/photos/internetarchivebookimages/14591278788/

Classical media theory was developed in North America shortly after World War II, when the existing media were rigorously kept apart by their technical standardisations and their politically regulated forms of organisation.

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Delphine Seyrig + a fragment from Susan Sontag’s journal, Wayne Koestenbaum, 2016

Of the 18 books written by the author, poet, literature professor, artist and performer Wayne Koestenbaum so far, several are dedicated to stars and celebrities: Jackie Onassis (Jackie under my Skin. Interpreting an Icon, 1995), Andy Warhol (2001), Harpo Marx (The Anatomy of Harpo Marx, 2012). In some of the texts collected in the volumes Cleavage: Essays on Sex, Stars, and Aesthetics (2000) and My 1980s & Other Essays (2013), he reflects upon his relationship to Lana Turner, Brigitte Bardot, Elizabeth Taylor and Debbie Harry. The blurbs—as paratexts contributing to literary celebrity-building in their own right—for My 1980s were written by Susan Sontag, Eve Kosofsky Sedgwick and John Waters: just a hint towards the fact that Koestenbaum himself may be regarded as celebrity who enjoys quite an illustrious fan base. Wayne Koestenbaum lives in New York, where he teaches English literature at the City University (CUNY). The conversation took place via email.

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Teil 2  Die Wissenspolitik der VG Wort und ihre Ursachen

Seitdem wir im ersten Teil des Artikels die bevorstehende Umsetzung eines neuen Meldesystems für die Nutzung wissenschaftlicher Texte im universitären Intranet kritisierten, hat sich der Protest gegen den Rahmenvertrag von Kultusministerkonferenz und Verwertungsgesellschaft Wort intensiviert (Börsenblatt vom 8.11.2016). Die Intensität des Protests, die den Geschäftsführer der VG Wort, Rainer Just, zur Verwunderung brachte, vermag wiederum angesichts der Struktur und Geschichte von Urheberrechts- bzw. Copyright-Kontroversen nicht zu überraschen. Wie lässt sich also der aktuelle Versuch der VG Wort, digitale Lehrlektüre kleinteilig zu registrieren und identifizieren, erklären und einordnen?

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Teil 1 – Die Wissenspolitik der VG Wort und ihre Folgen

Ab dem 1. Januar 2017 werden deutschlandweit neue Regeln zur Abrechnung der Urheberrechtsansprüche bei online zur Verfügung gestellten Unterrichts- und Forschungsmaterialen gelten. Seit 2004 wurden diese Kosten durch eine Pauschale in Höhe 716.500€ pro Jahr abgeglichen, die die Bundesländer für die Universitäten an die Verwertungsgesellschaft VG Wort überwiesen, die wiederum diese Gelder an die dort registrierten Rechteinhaber ausschüttete (vermutlich ist die Summe sogar sehr viel höher, mit Verweis auf Angaben aus dem Ministerium nennt das Gutachten über die Wissenschaftsschranke eine Summe von 2,4 Millionen Euro).

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A Close Look on November 4-5, 2016

The struggle for truth continues in the media landscape of Turkey as 12 members of the parliament from HDP (People's Democratic Party), including the co-leaders of the party, were detained during the early hours of Friday, November 4th through house raids, and later nine of them were arrested by court order. During the morning hours of the day while MPs were kept under custody in the city of Diyarbakır, a car bomb exploded in the Bağlar district of Diyarbakır, close to the police station where HDP deputies were held.

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Als Gesellschaft für Medienwissenschaft, die vielfältige Beziehungen zu türkischen Kolleg*innen und Institutionen pflegt, sind wir besorgt über die umfangreichen Maßnahmen gegen Wissenschaftler*innen und Journalist*innen in der Türkei, die im Zuge des Ausnahmezustandes nach der Niederschlagung des Putschversuchs am 15. Juli 2016 von massenweisen Suspendierungen, Entlassungen, Strafverfolgung und Disziplinarmaßnahmen betroffen sind.

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Screenshot der Video-Werbung des Hersteller Jawbone für ihren Activity-Tracker «UP». Quelle: Force Training: UP by Jawbone [Video auf Youtube.com]

Selbst- und Fremdführungstechniken in der Self-Tracking-Praxis

In der Videowerbung für ihren Activity-Tracker UP präsentiert die Firma Jawbone drei junge Menschen, die ihren Alltag in Begleitung ihres Datenloggers meistern: die morgendliche Yoga-Übung, die Power-Point-Präsentation vor KollegInnen, der spontane Chat mit dem Freund und das Sportprogramm nach Feierabend absolvieren die Fitnessbegeisterten in Begleitung ihres Trackers. Dabei glänzen die ProtagonistInnen nicht nur durch körperliche Höchstleistung, sondern sie überzeugen auch in professioneller und emotionaler Hinsicht durch Bestform.

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Intimacy as situated interactional maintenance of humanoid technology

British comedian Eddie Izzard is on the Hammersmith Apollo stage as part of his 1997 piece Glorious. Izzard performs his «love and hate relationship with technology.» To expresses his «techno joy», he contrasts «everyone on film» who is «so swish, so smooth … so expert on that computer» with somebody rendered «in a realistic way.»

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aus der Bildstrecke «Google Hands» von Benjamin Shaykin», erschienen in der ZfM Nr. 15, 2016

Der letzte Finger

Zuerst die Hände. Auf den Bildern liegen Register ineinander, die sonst sowohl als einzelne ungesehen bleiben als auch als getrennte gelten: die Handarbeiten in der digitalen Reproduktion. Bevor ein Buch maschinell automatisiert verfügbar ist, muss es angefasst worden sein, in mühsamer und zeitraubender Kleinarbeit (die es allerdings auch bereits als automatisierte Umblättermaschine gibt) sind die Seiten umgewendet und vielleicht fixiert worden, bevor der Scanner sie berührungslos abtastet.

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Burak Arikan, «Islam, Republic, Neoliberalism» (Detail), 2012

Medien, Versammlung und Wissenschaft nach dem Putschversuch in der Türkei

Die Nachrichten vom versuchten Militärcoup in der Türkei am späten Abend des 15. Juli 2016 waren mir Überraschung und Schock zugleich. Wieder saß ich viele Stunden vor dem Rechner in meiner Wohnung in Bayreuth – wie zu Zeiten der Gezi-Proteste im Jahr 2013, aber auch wie an den Tagen der dem Daesh zugeschriebenen Anschläge in Suruç, die am 20. Juli 2015 einer Helferbrigade für die zerstörte Stadt Kobane galten, an jenem des Anschlags auf die große Friedensdemonstration in Ankara am 10. Oktober 2015 oder am Tag des Anschlags auf den Flughafen Istanbul Atatürk am 28. Juni 2016. Ich versuchte via Twitter, auf nationalen und internationalen Nachrichtenseiten, über türkische Websites mit Live-Tickern, über ein überraschend mit historischem Hintergrund aufwartendes nächtliches Interview beim heute journal spezial, aber auch über die TV-Livestreams türkischer Sender die Geschehnisse zu verfolgen und einzuschätzen.

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Burak Arikan, «Islam, Republic, Neoliberalism» (Detail), 2012

Die außergewöhnlich brutalen Szenen, die sich am 15. und 16. Juli 2016 in Ankara und Istanbul abgespielt haben, machten schnell die Runde. Von Augenzeugenberichten bis hin zu einzelnen, ihrem Zusammenhang entrissen Bildern konnten Mediennutzer_innen, Zuschauer_innen und Leser_innen sehr bald Bilder der Geschehnisse in all ihren blutigen Details wahrnehmen; manche davon waren Fakes  manche nicht.