Künstliche Intelligenzen

Medien bilden KÜNSTLICHE INTELLIGENZEN. Denn sie sind immer schon an der Entstehung und Erscheinung, an der Ansicht und den Vorstellungen Künstlicher Intelligenzen und ihren Technologien maßgeblich beteiligt. Mit der gegenwärtigen Konjunktur maschineller Lernverfahren und künstlicher neuronaler Netzwerke hat die Bedeutung von Medien – für die Ausbildung und Anwendung von smart machines – noch einmal deutlich zugenommen. Der Schwerpunkt thematisiert, wie diese mediale Dimension bestimmt werden kann in Bezug auf Technologieentwicklung, Ideen- und Wissensgeschichte sowie soziotechnische Imaginationen, die rund um Künstliche Intelligenzen entstanden sind.

21 (2/2019): Künstliche Intelligenzen
21 (2/2019) – Künstliche Intelligenzen
Aus dem Inhalt:

Über Diskurse, Wissenschaftsgeschichte, Imaginationen und Soziotechniken – «You Are All I See» – Ein Uni-Film von Max Linz – Mit Maren Kames am LyriktelefonNaturvorstellungen in der MedientheorieMethoden-DebatteÜber Prokrastination

Foto: «An AI Memory Game» Screenshots aus einer Online-Video-Datenbank

 

Foto: «An AI Memory Game» Screenshots aus einer Online-Video-Datenbank

Aus den Blogs

Open-Media-Studies-Blog

In unserem Beitrag Die Medienwissenschaft im Lichte ihrer methodischen Nachvollziehbarkeit haben wir (Laura Niebling, Felix Raczkowski, Maike Sarah Reinerth und Sven Stollfuß) dazu aufgerufen, über «gegenstandsbezogene Methoden und Ansätze» zu sprechen. Zur Vorbereitung auf das von uns in diesem Zusammenhang geplante Methoden-Handbuch Digitale Medien kuratieren wir in den kommenden Monaten eine Sonderreihe zu «Digitale Medien und Methoden» im Open-Media-Studies-Blog. In Form von ‹Werkstattberichten› sollen die Beiträge einen ersten Überblick über einige in der medienwissenschaftlichen Forschung eingesetzten Methoden liefern und die Diskussion über Methoden und analytische Ansätze wie Zugänge anwendungsorientiert reflektieren.

Der zweite Beitrag der Sonderreihe stammt von den Filmwissenschaftlerinnen Josephine Diecke und Noemi Daugaard und beschäftigt sich mit der historiografischen Erforschung von Technologiediskursen.  Am Beispiel ihrer Forschung zu Filmfarben skizzieren sie ihre Ansätze, die die Arbeit mit Archiven, verschiedenen Quellengattungen und digitalen Instrumenten verbindet. 

19. Februar 2020

Gender-Blog

Über die Resolultion des DHV zur «Verteidigung der freien Debattenkultur an Universitäten» und die Angriffe auf Gender Studies. Worum es gehen muss, ist die Verteidigung der Wissenschaftsfreiheit.

13. Februar 2020
Open-Media-Studies-Blog

Während meines Studiums konnte ich durch meine Arbeit beim Westdeutschen Rundfunk für eine Veranstaltung (den Schülerbandwettbewerb Planet Rock von Planet Wissen und dem Rockpalast) mit digitaler Wissensvermittlung experimentieren: Mein Redakteur und ich entwarfen die (zumindest unseres Wissens nach) erste Scrollytelling-Anwendung des Studios Dortmund. Solche kurzen, audiovisuellen Geschichten zum Scrollen galten 2013 als «Königsdisziplin des Multimedia-Journalismus». Nicht gerade royal, aber dafür mit sehr viel Experimentierfreude, krochen wir in der Finsternis über den Boden des Fernsehstudios, um Filmmaterial über den Wettbewerb aufzuzeichnen.

7. Februar 2020
Open-Media-Studies-Blog

Den Anfang der Sonderreihe «Digitale Medien und Methoden» macht ein Beitrag des Spielforschers Rudolf Inderst zu Close Playing. Grob zusammengefasst steht Close Playing in der Denktradition des Close Readings und meint in der Analyse von vor allem digitalen Spielen (Computerspiele, Konsolenspiele, Mobile Games etc.) die sorgfältige und kritische Untersuchung nicht nur von Spielinhalten, sondern gerade auch der Art und Weise, wie im spezifischen Einzelfall gespielt wird. Den diskursiven Kontext und die methodischen Herausforderungen stellt der Text perspektivisch vor.

18. Januar 2020

Gender-Blog

In der Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Gender und Medien ergeben sich grundlegende Fragestellungen medienwissenschaftlicher Forschung. Dabei geht es zum einen um die politische Rolle, die soziale Funktion und die kulturelle Bedeutung von Medien und Medientechniken im Verhältnis zu den in komplexe Machtverhältnisse eingelagerten Konstruktionsweisen von Geschlecht und seinen Interdependenzen mit Sexualität, „Rasse“/Race, Klasse, Dis-/Ability und anderen Differenzkategorien.

12. Januar 2020
Open-Media-Studies-Blog

Am Anfang stand die Verwunderung darüber, dass es von Roger Odin nur wenige auf Deutsch oder Englisch übersetzte Artikel und keine einzige übersetzte Monografie gibt. Während sich dieser erste Teil des Blogposts stärker mit Inhalt und Übersetzung von Roger Odins aktuellster Monografie beschäftigt, berichtet der zweite Teil des Beitrags (folgt in Kürze) in direkter argumentativer Fortsetzung vom Publikationsprozess der Übersetzung.

20. Dezember 2019

Online

Buchbesprechung

Philipp Ekardt hat eine beachtliche Studie zu Alexander Kluge vorgelegt. Staunen macht nicht nur das überwältigende Korpus aus Filmen, Fernsehsendungen, digitalen Projekten, theoretischen Schriften und Prosa, außergewöhnlich ist vor allem die eindrucksvolle Stringenz, mit der Ekardt das überaus heterogene Werk ordnet und die ihm eingeschriebenen Prinzipien von Kluges Schaffen herausarbeitet.

3. Dezember 2019
Web-Extra

Am 1. Juni 2019 ist der französische Seefahrer, Philosoph und Wissenschaftshistoriker Michel Serres gestorben. Seine Hermes-Bände, Die fünf SinneElemente einer Geschichte der Wissenschaften und ganz besonders Der Parasit sind für die medienwissenschaftliche Forschung wegbereitende Schriften geworden. Mit Erfindet Euch neu! war zuletzt auch die «vernetzte Generation» selbst angesprochen worden.

29. Oktober 2019
Buchbesprechung

‹Propaganda› scheint derzeit – betrachtet man die Diskussionen in Sozialen Netzwerken – ein erstaunlich weit verbreitetes Phänomen zu sein. Der Vorwurf, Aussagen anderer seien Propaganda, scheint sich im politischen Diskurs – und insbesondere im Social Web – zu häufen. Befördern Soziale Medien als dezentralisierte Distributionsmedien verschiedenster Meinungen, Haltungen und (Falsch)Informationen propagandistische Tendenzen? Welche – den Sozialen Medien immanente – Instrumente können in besonderer Weise propagandistischen Zwecken dienen?

13. Oktober 2019

Vorschau

Call for Papers

Der Begriff der Zirkulation wird im wissenschaftlichen Diskurs verwendet, um die Bewegung von Nachrichten, Filmen und Serien, aber auch von Containern, Viren und Geld, von Affekten, Formularen und Elektrizität zu erfassen. Insbesondere im Kontext der ANT zielt er darauf ab, die Herstellung von Ordnungen durch das Nachzeichnen materieller Verknüpfungen zu verstehen.

Texteinreichungen bis Ende Februar 2020
ZfM 23, erscheint im Oktober 2020
Heftvorschau

Formate sind technische Maßeinheiten zur Normierung und Verwaltung medialer Anwendungen und Apparaturen. Sie setzen damit die Regeln fest, nach welchen sich die Wirksamkeiten von Medien in ihren Reproduktions- und Zirkulationsverhältnissen entfalten lassen. Formate beeinflussen die Art und Weise, wie ein Medium erscheint, operiert, reguliert, kommuniziert und erfahrbar wird.

ZfM 22, erscheint im April 2020