Was uns angeht

«Was uns angeht», «was uns angeht», «was uns angeht» – der Titel des 20. Hefts der Zeitschrift für Medienwissenschaft lässt sich auf (mindestens) drei Weisen lesen.
Mit dieser Jubiläumsausgabe beziehen wir Positionen zu Wissenschaft und Wissenschaftspolitik, diskutieren Fragen der Verantwortung und der Sorge, reflektieren das eigene Tun als Forscher_innen, als Schreiber_innen, Gestalter_innen und als Redakteur_innen. Die ZfM ist das, was uns verbindet, das, was uns gemeinsam angeht, immer wieder, Jahr für Jahr.

20 (1/2019): Was uns angeht
Aus dem Inhalt:

Über «Uni-Angst und Uni-Bluff»Wissenslust, sexuelle Gewalt, universitäre Lehre – Naomie Gramlich und Annika Haas über situiertes Schreiben – Hefte machen. Ein Round Table mit Lena Appenzeller, Paolo Caffoni und Janine Sack — Versuche einer kleinen medienwissenschaftlichen Empirie — Ein Gespräch mit Rosalind Morris über Goldabbau in SüdafrikaÜber Sammlungspolitiken, koloniale Archive und die Dekolonisierung des Wissens mit Brigitta Kuster und Britta Lange — Notizen zu Arthur Jafas Black Cinema

Foto: Heba Amin / Black Athena Collective

Aus den Blogs

Gender-Blog

Die folgenden Einträge sind sehr persönliche Eindrücke von XYZ. Sie beschreiben aus einer subjektiven Perspektive den Arbeitsalltag einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin, Doktorandin und Nachwuchswissenschaftlerin in verschiedenen Perspektiven auf Weisen von Machtmissbrauch in der Akademie.

7. August 2019
Open-Media-Studies-Blog

Das Fellow-Programm Freies Wissen wurde 2016 von Wikimedia Deutschland und dem Stifterverband initiiert, um junge Wissenschaftler_innen dabei zu unterstützen, ihre eigene Forschung und Lehre im Sinne von Open Science zu öffnen und damit für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. Ich war in der ersten Ausschreibung mit einem Projekt zu enriched publications in den Film- und Medienwissenschaften ausgewählt worden. Im Zuge des Fellowships, habe ich auch Interviews mit Personen durchgeführt, die einerseits aus dem Filmarchiv-Bereich und andererseits aus der Wissenschaft kommen. Eines davon im Januar 2017 mit Jürgen Keiper, der seit 2006 Mitarbeiter bei der Deutschen Kinemathek, Museum für Film und Fernsehen ist, und dort IT-Projekte wie LOST FILMS, die Internet-Präsentation zu «Wir waren so frei … Momentaufnahmen 1989/90» und die Entwicklung kollaborativer Systeme geleitet hat.

7. August 2019
Open-Media-Studies-Blog

Oftmals geht mit der Konjunktur eines Begriffes auch eine gewisse Inflation einher. Aktuell, den Eindruck kann man zumindest gewinnen, soll alles offen sein, Exklusivität wird dergestalt zum Makel, da sie das Gegenüber ausschließt. Offenheit hingegen inkludiert und schafft hierdurch – wenigstens theoretisch – gleiche Voraussetzungen für alle. Die verschiedenen sozialen wie kulturellen Ausprägungen dieses Wunsches sind dabei freilich kein genuin digitales Phänomen. 

17. Juli 2019
Gender-Blog

Sport darf sich nicht politisch äußern, aber: Frauenfußball wird postfeministisch dienstbar gemacht im Projekt nationaler Selbstdarstellung. Ein Plädoyer gegen Mainstreamisierung, Marketing und Kochshows.

13. Juli 2019
Open-Media-Studies-Blog

Die Nutzung von Online-Medien in der Lehre stellt in den Kultur- und Medienwissenschaften eine Gretchen-Frage dar, die polarisierte Diskussionen provozieren kann. Auf der einen Seite war und ist eine aktive und reflexive Medienpraxis ein konstitutives Element und wesentlicher Bestandteil in der medienwissenschaftlichen Forschung und Lehre. Auf der anderen Seite argumentieren Kritiker_innen aus pädagogischen, ökonomischen und datenschutzrechtlichen Gründen gegen die Nutzung von digitalen Medien im Unterricht und der Lehre. 

9. Juli 2019
Gender-Blog

Im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen sind die Vorurteile gegenüber fußballspielenden Frauen brisanter denn je. Frauen, so hartnäckige Stereotypisierungen, hätten auf dem Feld nichts zu suchen, sowieso sei das Spiel nur was für harte Kerle. Fußball als ›männlicher Sport‹ par excellence dient als paradigmatisches Beispiel, wie Körperpolitiken ins Bild gesetzt werden, die der Konstruktion und Aufrechterhaltung der binären Geschlechterordnung und einer männlichen Hegemonie obliegen.

3. Juli 2019

Online

Buchbesprechung

Die Suche nach empirischen medienwissenschaftlichen Methoden, die sich von sozialwissenschaftlichen Ansätzen unterscheiden und sie sinnvoll ergänzen können, ist ein wichtiges Anliegen der aktuellen Forschung. Methodenworkshops sind feste Bestandteile medienwissenschaftlicher Forschungsprogramme.

6. August 2019
Debattenbeitrag

Eine Rezension zu Wilhelm Hopf (Hg.): Die Freiheit der Wissenschaft und ihre ‹Feinde›. Münster (LIT Verlag) 2019.

Ein E-Mailwechsel zwischen dem LIT Verlag und einem um eine Abdruckgenehmigung eines Texts gebetenen Autor.

18. Juli 2019
Debattenbeitrag

Kurzbeitrag zur Veranstaltung «Wissenschaftsfreiheit und Redefreiheit. Ein klärendes Gespräch»

Beitrag zur Veranstaltung «Wissenschaftsfreiheit und Redefreiheit. Ein klärendes Gespräch» am 17.01.2019 an der Universität Siegen

23. Januar 2019

Vorschau

Call for Papers

Der Begriff der Zirkulation wird im wissenschaftlichen Diskurs verwendet, um die Bewegung von Nachrichten, Filmen und Serien, aber auch von Containern, Viren und Geld, von Affekten, Formularen und Elektrizität zu erfassen. Insbesondere im Kontext der ANT zielt er darauf ab, die Herstellung von Ordnungen durch das Nachzeichnen materieller Verknüpfungen zu verstehen.

Texteinreichungen bis Ende Februar 2020
ZfM 23, erscheint im Oktober 2020
Call for Papers

Formate sind technische Maßeinheiten zur Normierung und Verwaltung medialer Anwendungen und Apparaturen. Sie setzen damit die Regeln fest, nach welchen sich die Wirksamkeiten von Medien in ihren Reproduktions- und Zirkulationsverhältnissen entfalten lassen. Formate beeinflussen die Art und Weise, wie ein Medium erscheint, operiert, reguliert, kommuniziert und erfahrbar wird.

Texteinreichungen bis Ende September 2019
ZfM 22, erscheint im April 2020