Was uns angeht

«Was uns angeht», «was uns angeht», «was uns angeht» – der Titel des 20. Hefts der Zeitschrift für Medienwissenschaft lässt sich auf (mindestens) drei Weisen lesen.
Mit dieser Jubiläumsausgabe beziehen wir Positionen zu Wissenschaft und Wissenschaftspolitik, diskutieren Fragen der Verantwortung und der Sorge, reflektieren das eigene Tun als Forscher_innen, als Schreiber_innen, Gestalter_innen und als Redakteur_innen. Die ZfM ist das, was uns verbindet, das, was uns gemeinsam angeht, immer wieder, Jahr für Jahr.

20 (1/2019): Was uns angeht
Aus dem Inhalt:

Über «Uni-Angst und Uni-Bluff»Wissenslust, sexuelle Gewalt, universitäre Lehre – Naomie Gramlich und Annika Haas über situiertes Schreiben – Hefte machen. Ein Round Table mit Lena Appenzeller, Paolo Caffoni und Janine Sack — Versuche einer kleinen medienwissenschaftlichen Empirie — Ein Gespräch mit Rosalind Morris über Goldabbau in SüdafrikaÜber Sammlungspolitiken, koloniale Archive und die Dekolonisierung des Wissens mit Brigitta Kuster und Britta Lange — Notizen zu Arthur Jafas Black Cinema

Foto: Heba Amin / Black Athena Collective

Aus den Blogs

Open-Media-Studies-Blog

Oftmals geht mit der Konjunktur eines Begriffes auch eine gewisse Inflation einher. Aktuell, den Eindruck kann man zumindest gewinnen, soll alles offen sein, Exklusivität wird dergestalt zum Makel, da sie das Gegenüber ausschließt. Offenheit hingegen inkludiert und schafft hierdurch – wenigstens theoretisch – gleiche Voraussetzungen für alle. Die verschiedenen sozialen wie kulturellen Ausprägungen dieses Wunsches sind dabei freilich kein genuin digitales Phänomen. 

17. Juli 2019
Gender-Blog

Sport darf sich nicht politisch äußern, aber: Frauenfußball wird postfeministisch dienstbar gemacht im Projekt nationaler Selbstdarstellung. Ein Plädoyer gegen Mainstreamisierung, Marketing und Kochshows.

13. Juli 2019
Open-Media-Studies-Blog

Die Nutzung von Online-Medien in der Lehre stellt in den Kultur- und Medienwissenschaften eine Gretchen-Frage dar, die polarisierte Diskussionen provozieren kann. Auf der einen Seite war und ist eine aktive und reflexive Medienpraxis ein konstitutives Element und wesentlicher Bestandteil in der medienwissenschaftlichen Forschung und Lehre. Auf der anderen Seite argumentieren Kritiker_innen aus pädagogischen, ökonomischen und datenschutzrechtlichen Gründen gegen die Nutzung von digitalen Medien im Unterricht und der Lehre. 

9. Juli 2019
Gender-Blog

Im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen sind die Vorurteile gegenüber fußballspielenden Frauen brisanter denn je. Frauen, so hartnäckige Stereotypisierungen, hätten auf dem Feld nichts zu suchen, sowieso sei das Spiel nur was für harte Kerle. Fußball als ›männlicher Sport‹ par excellence dient als paradigmatisches Beispiel, wie Körperpolitiken ins Bild gesetzt werden, die der Konstruktion und Aufrechterhaltung der binären Geschlechterordnung und einer männlichen Hegemonie obliegen.

3. Juli 2019
Open-Media-Studies-Blog

Was verstehen wir in der Film- und Medienwissenschaft eigentlich unter Forschungsdaten? Als ich 2018 zum BMBF-geförderten interdisziplinären Pilotprojekt FOKUS (Forschungsdatenkurse für Studierende und Graduierte) hinzustieß, war eine meiner ersten Aufgaben, Interviews mit Akteur_innen der Filmwissenschaft zu führen, um herauszufinden, mit welchen Daten sie in ihrem Studium oder ihrer Forschung operieren, und welche davon sie als die zentralen Forschungsdaten ihres Faches verstehen. Ziel des Projekts war, auf Grundlage der Erhebung bedarfsorientierte Kompetenzschulungen für Studierende durchzuführen, in denen sie Grundlagen des Forschungsdatenmanagements erlernen sollten.

18. Juni 2019
Open-Media-Studies-Blog

Mit der Verbreitung von Open Educational Resources (OER) werden in Hinblick auf Chancengerechtigkeit und Teilhabe große Hoffnungen verbunden. Die EU-Kommission verfolgt mit offenen Bildungsressourcen das Ziel, Zugangs- und Partizipationsmöglichkeiten für alle zu schaffen, indem Barrieren abgebaut und das Lernen für alle zugänglich, breit verfügbar und individuell anpassbar gemacht wird. Einzelne Forschende im Bereich der digitalen Bildung gehen noch weiter, wenn sie betonen, dass digitale Lernformate langfristig von einer Lernmöglichkeit außerhalb des Klassenraums zum sozialen Transformator werden könnten. Gleichzeitig existieren wenig empirische Erkenntnisse zur Wirkung von offenen (digitalen) Bildungsressourcen auf die Teilhabe benachteiligter Bevölkerungsgruppen in Deutschland.

5. Juni 2019

Online

Debattenbeitrag

Eine Rezension zu Wilhelm Hopf (Hg.): Die Freiheit der Wissenschaft und ihre ‹Feinde›. Münster (LIT Verlag) 2019.

Ein E-Mailwechsel zwischen dem LIT Verlag und einem um eine Abdruckgenehmigung eines Texts gebetenen Autor.

18. Juli 2019
Debattenbeitrag

Kurzbeitrag zur Veranstaltung «Wissenschaftsfreiheit und Redefreiheit. Ein klärendes Gespräch»

Beitrag zur Veranstaltung «Wissenschaftsfreiheit und Redefreiheit. Ein klärendes Gespräch» am 17.01.2019 an der Universität Siegen

23. Januar 2019
Debattenbeitrag

Zur Diskussion um das Seminar «Denken und Denken lassen» an der Universität Siegen

Ein Beitrag zur Diskussionsveranstaltung «Wissenschaftsfreiheit und Redefreiheit. Ein klärendes Gespräch» am 17.01.2019 an der Universität Siegen

22. Januar 2019

Vorschau

Call for Papers

Der Begriff der Zirkulation wird im wissenschaftlichen Diskurs verwendet, um die Bewegung von Nachrichten, Filmen und Serien, aber auch von Containern, Viren und Geld, von Affekten, Formularen und Elektrizität zu erfassen. Insbesondere im Kontext der ANT zielt er darauf ab, die Herstellung von Ordnungen durch das Nachzeichnen materieller Verknüpfungen zu verstehen.

Texteinreichungen bis Ende Februar 2020
ZfM 23, erscheint im Oktober 2020
Call for Papers

Formate sind technische Maßeinheiten zur Normierung und Verwaltung medialer Anwendungen und Apparaturen. Sie setzen damit die Regeln fest, nach welchen sich die Wirksamkeiten von Medien in ihren Reproduktions- und Zirkulationsverhältnissen entfalten lassen. Formate beeinflussen die Art und Weise, wie ein Medium erscheint, operiert, reguliert, kommuniziert und erfahrbar wird.

Texteinreichungen bis Ende September 2019
ZfM 22, erscheint im April 2020