Heftarchiv

Technik | Intimität

September 2016
Cover ZfM Ausgabe 15

Digitale Medien – in all ihren Ausformungen: als Wearables, als smart environments, als Systeme des Life-Trackings oder im Rahmen des affective computing – rücken uns zunehmend «auf den Leib». Ihre Unscheinbarkeit in Form sensorischer Umgebungen und intuitiver Usability umfasst verstärkt soziale, psychologische und anthropologische Begrifflichkeiten wie Heimlichkeit / Heimeligkeit, Vertrautheit oder eben Intimität.

Medienökologien

April 2016
Cover ZfM Ausgabe 14

Medienökologien Ökologische Fragestellungen werden derzeit auf vielen Feldern der Kultur- und Medienwissenschaft diskutiert. Brisanz erhalten sie durch global geführte Debatten über die Ursachen von Klimaveränderungen und die Sorge um den planetarischen Haushalt. Die Frage, wie technische Infrastrukturen, künstliche Umgebungen und Eingriffe in bestehende Ökosysteme das Verhältnis von Technik, Kultur und Natur dauerhaft verändern, betrifft auch Begriffe und Konzepte der Medienwissenschaft. […]

Überwachung und Kontrolle

Oktober 2015
Cover ZfM Ausgabe 13

Überwachung und Kontrolle Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist deutlich geworden, in welchem Ausmaß Netzwerk- und Speichermedien Instrumente von Überwachung und Kontrolle sind. Aber nicht nur Geheimdienste generieren Daten aus der Nutzung von Medientechnologien; auch im ‹Internet der Dinge›, in den Fantasien von Big Data oder innerhalb der Quantified-Self-Bewegung werden mediale Vorgänge, Ereignisse und Kommunikationen automatisierten Vermessungen unterzogen, die Kontrolle zum Ziel haben. Die hier versammelten Beiträge fragen nach einer dezidiert medienwissenschaftlichen Theoriebildung von Überwachung und Kontrolle.

Medien / Architekturen

April 2015
Cover ZfM Ausgabe 12

Medien / Architekturen Die Medialität der Architektur wurde immer wieder unterschiedlich konzipiert: Architektur ist als Kanalsystem beschrieben worden, das Ströme lenkt, als kommunikative Oberfläche, mit der man interagiert, als Hülle, die man sich anzieht, oder als infrastrukturelle Matrix, deren Protokolle sich umschreiben lassen. Die hier versammelten Beiträge gehen solchen historischen wie aktuellen Konzeptionen nach und rücken Verbindungen von Architektur- und Technikgeschichte in eine medienwissenschaftliche Perspektive.

Dokument und Dokumentarisches

Oktober 2014
Cover ZfM Ausgabe 11

Dokument und Dokumentarisches zielt auf die unterschiedlichen Akte der Beglaubigung und Bezeugung, des Beweisens, Registrierens und Zertifizierens, letztendlich also der Herstellung von Evidenz, Authentizität und Wahrheit und fragt danach, wie sich diese Akte jeweils medienspezifisch ausprägen und welche Gesten und Einsätze des Dokumentarischen die Autorität einer dokumentierten Wahrheit irritieren oder unterlaufen.

Zehn

April 2014
Cover ZfM Ausgabe 10

Die zehnte Ausgabe der ZfM ist kollaborativ entstanden. Die Redaktion hat Fragen an den Anfang gestellt. Zufällig ausgewählte Mitglieder der Gesellschaft für Medienwissenschaft antworten nacheinander, nehmen Bezug auf die bereits gegebenen Antworten oder setzen einen neuen Anfang. Das Resultat sind vielstimmige Kettenbriefe zum gegenwärtigen Stand der Medienwissenschaft, die das heterogene Wissen und Denken ihrer Akteure hervortreten lassen.

Werbung

Oktober 2013
Cover ZfM Ausgabe 9

Werbung hat im Rahmen von Medienwissenschaft nicht nur die Funktion der Illustration oder Plausibilisierung. Und sie dient auch nicht lediglich als Schlagwortgeberin. Vielmehr scheint es so, dass sich die Medienwissenschaft der Werbung zuwendet, weil in ihr ein kulturelles Wissen über Medien sichtbar wird.

Medienästhetik

April 2013
Cover ZfM Ausgabe 8

Der Schwerpunkt «Medienästhetik» findet seinen Ausgangspunkt in einer Beobachtung Félix Guattaris, die in ihrer ganzen Dringlichkeit vermutlich erst heute einzusehen ist: Die Produktion von Subjektivität, die mit der allgemeinen Kybernetisierung der Lebensform einhergeht, wurde von Guattari als eine Frage der Ästhetik pointiert. Die medientechnologische Situation, die hinter dieser Neubewertung des Ästhetischen steckt, hat sich in den letzten 20 Jahren durch den Eintritt in eine Prozesskultur, wie sie die multiskalaren, netzwerkbasierten, environmentalen Medien des 21. Jahrhunderts bringen, ebenso verschärft wie ausdifferenziert.

Die Serie

Oktober 2012
Cover ZfM Ausgabe 7

Die Serie Serielle Produktion, Strukturen und Ästhetiken der Serialität und serienförmige Zeit- und Verhaltensordnungen sind ein ausgezeichnetes Signum der Moderne. Sie sind eng verbunden mit den zyklischen Bewegungen der Maschinen und der damit einhergehenden serialisierten industriellen Produktion. Zugleich mit den seriellen Produktionsverfahren entstanden im 19. Jahrhundert serielle mediale Formen wie in Serien veröffentlichte Romane, Comics, Zeitschriften. Wie sehr sich die Serien der Produktion und die medialen Serien gegenseitig steigern, zeigt sich genau zu jenem Zeitpunkt, an dem Medien zu Massenmedien werden. Daher ist es nicht erstaunlich, dass das Prinzip der Serie sowohl in den Wissenschaften, Künsten und schließlich in der philosophischen Reflexion Einzug hielt.

Sozialtheorie und Medienforschung

April 2012
Cover ZfM Ausgabe 6

Sozialtheorie und Medienforschung Die vorliegenden Beiträge nehmen zur früheren Gretchenfrage von Techniksoziologie und Medienarchäologie – «technischer Faktor oder sozialer Faktor?» – ein entspanntes Verhältnis ein. Medien sind, im Kleinen wie im Großen, soziotechnische Infrastrukturen, also sind sie überall auch technosoziale Vollzüge. Ihre Prüfungen und Proben führen zu unvorhersehbaren Gruppenbildungen und technischen Nutzungen, veränderten Apparaten und Interessen. So viel und so wenig bleibt von den alten Kontroversen – so wenig, aber auch so viel Irreduzibles.

Empirie

Oktober 2011
Cover ZfM Ausgabe 5

Empirie Lassen sich empirische und nicht-empirischen Verfahren der Wissensgewinnung tatsächlich trennen? Die Medienwissenschaft kann diese vermeintliche Dichotomie ebenso aushebeln wie neu verhandeln. Dieses Heft diskutiert, inwiefern die Medienwissenschaft in kritischer Auseinandersetzung mit empirischen Verfahren entstanden ist und wie sich ihre zentralen Konzepte durch neue, medientechnisch basierte Konzepte von Empirie verändern.

Menschen & Andere

Mai 2011
Cover ZfM Ausgabe 4

Menschen & Andere Differenzsetzungen zwischen Mensch, Tier und Maschine liegen dem abendländischen Humanismus zugrunde – und sie sind genauso wie die Träume der Entdifferenzierung durch mediale Techniken informiert. Dieses Heft befragt mimetische Operationen zwischen den Arten sowie Reanthropomorphisierungstendenzen in unterschiedlichen Diskursen: in der synthetischen Biologie, der Tierverhaltensforschung, in der Philosophie, in der frühen Soziologie, in der Science-Fiction-Literatur sowie im Film. Die Beiträge sondieren die aktuelle Ausweitung der Kontaktzonen zu(m) Anderen: Welche epistemologischen, ästhetischen und politischen Konsequenzen einer solchen Ausweitung lassen sich derzeit beobachten und antizipieren?

Aufzeichnen

Oktober 2010
Cover ZfM Ausgabe 3

Aufzeichnen Dass der Akt des Aufzeichnens das Aufgezeichnete erst hervorbringt, ist keine banale Feststellung: Denn die Techniken und Verfahren bedingen, was überhaupt aufgezeichnet werden kann; und so legt umgekehrt das Aufgezeichnete immer auch Zeugnis von den Prozeduren des Aufzeichnens ab. Prozess und Resultat verbindet eine Epistemologie des Medialen, die den Widerständen, dem Unwägbaren Raum gibt. Diesen Bewegungen geht das Heft 3 der Zeitschrift für Medienwissenschaft nach und zeigt dabei, wie Medientechniken, Institutionen und Gegenstände zusammenwirken: Zeichnung und Fotografie, Malerei und Digitalaufnahme, Mikrofilm und Bibliothek, Partitur und Film, Notizblock und Smartphone, Architektur und Wissenschaft.

Materialität | Immaterialität

April 2010
Cover ZfM Ausgabe 2

Materialität | Immaterialität Materie ist nicht das Andere von Geist oder Immaterialität – jedenfalls wäre diese bloße Opposition nicht interessant. Von Interesse ist vielmehr das Kräfteverhältnis, das die Wahrnehmung beider aus einem Dazwischen, oder sogar: einer Umgebung, generiert. Die entsprechenden Funktionen des Medialen für Kulturtechniken und Medienpraktiken, für Wissen und Theorie untersucht das Heft 2 der Zeitschrift für Medienwissenschaft unter anderem auf den Feldern von Schreiben und Bewusstsein bei Valéry, Schall- und Musikwahrnehmung in der Neuen Musik, Film- und Denkbewegungen bei Eisenstein, Besessenheitsritualen (in) der Ethnologie oder dem Parasozialen im Fernsehen.

Motive

Oktober 2009
Cover Zfm Ausgabe 1

Motive Was sind ‹Motive› der Medienwissenschaft? Motive sind nicht nur Bildthemen oder Objekte, sondern auch: ‹Gründe› des Fachs – und was die einen mit den anderen zu tun haben. Denn es geht um die Arten, in denen ein ‹Ding›, das man zum Beispiel auf einem Bild oder im Film sieht, die Weise des Nachdenkens bestimmt; es geht um ‹Motivationen› in verschiedenen Medien und die verstrickten Zeitlichkeiten, die diesen Interessen und Agenturen anhängen; es geht um die Motive, die eine ‹Denkfigur› darstellen kann (etwa in der Wissensgeschichte), aber auch um solche, die als Bilderthemen einen bestimmten Umgang zu evozieren scheinen. Dass und wie ein solcher Umgang von den jeweiligen Motiv-Archiven, ihrer Speicherung und auch ihrer Suchbarkeit abhängt, ist ebenfalls Thema des ersten Hefts der Zeitschrift für Medienwissenschaft.