Überwachung und Kontrolle

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist deutlich geworden, in welchem Ausmaß Netzwerk- und Speichermedien Instrumente von Überwachung und Kontrolle sind. Aber nicht nur Geheimdienste generieren Daten aus der Nutzung von Medientechnologien; auch im ‹Internet der Dinge›, in den Fantasien von Big Data oder innerhalb der Quantified-Self-Bewegung werden mediale Vorgänge, Ereignisse und Kommunikationen automatisierten Vermessungen unterzogen, die Kontrolle zum Ziel haben. Die hier versammelten Beiträge fragen nach einer dezidiert medienwissenschaftlichen Theoriebildung von Überwachung und Kontrolle. (...)

13 (2/2015) – Überwachung und Kontrolle
Cover ZfM Ausgabe 13
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Call for Papers

Intimität

Digitale Medien – sei es als Wearables, als smart environments, als Systeme des Life-Trackings oder im Rahmen des affective computing – rücken uns zunehmend «auf den Leib». Ihre Unscheinbarkeit in Form sensorischer Umgebungen und intuitiver Usability umfasst verstärkt soziale, psychologische und anthropologische Begrifflichkeiten wie Heimlichkeit / Heimeligkeit, Vertrautheit oder eben Intimität. (…)
Intimität markiert dabei sowohl den privaten Rückzugsraum als auch die Prozesse einer Selbstkonstitution ohne vertrautes Selbst. Vor allem digitale Medien als das Andere sind mehr als nur Vermittler oder Manipulatoren von Bedürfnissen: Sie gestalten neue körperliche, kognitive, ethische, informations- und designtechnische Facetten von Subjektivität. (…)

Texteinreichungen bis Ende April 2016
ZfM 15, erscheint im Oktober 2016
15. November 2015
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Gender-Blog

Kaltes Spiel in Indien

Neuauflage zu drei Blogthemen: Intersektionalität, Appropriation, Beyoncé. Der neue Videoclip von Coldplay spielt in Mumbai.

30. Januar 2016
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Das geöffnete Intervall

Serjoscha Wiemer: Das geöffnete Intervall. Medientheorie und Ästhetik des Videospiels, Paderborn (Fink) 2014

Die anhaltende Popularität, der wachsende Markt und die zyklisch wiederkehrende öffentliche Dämonisierung von Videospielen – kurz gesagt: ihre kulturelle Relevanz – spiegeln sich noch nicht in der wissenschaftlichen Erforschung des Gegenstands wider. Einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung medienwissenschaftlicher Videospielforschung leistet Serjoscha Wiemers Monografie Das geöffnete Intervall. Medientheorie und Ästhetik des Videospiels, die theoretische Reflexionen zu Fragen des Bildes, der Zeitlichkeit und des Körpers im Videospiel mit historisch weit verzweigten Fallanalysen verbindet. Wiemers Buch, das aus seiner Doktorarbeit hervorgeht, verfolgt einen eigenständigen Ansatz, der auf (neo-)phänomenologischen Körpertheorien und vor allem auf den Bildontologien von Henri Bergson, Gilles Deleuzes und Maurizio Lazzarato aufbaut.

26. Oktober 2015
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Tiefes Fahrwasser und Lonely Krauts

Das dritte medienwissenschaftliche Kolloquium der DFG: «Connect and Divide. The Practice Turn in Media Theory», Fraueninsel, Chiemsee, 26.–28. August 2015

Seit einigen Jahren initiiert und finanziert die Deutsche Forschungsgemeinschaft eine Reihe von medienwissenschaftlichen Kolloquien, die der Weiterentwicklung des Fachs dienen sollen. Das dritte derartige Kolloquium war das erste, das auf Englisch abgehalten wurde und somit auch Gästen die Teilnahme ermöglichte, die ansonsten nicht im deutschen Wissenschaftssystem zuhause sind. Damit setzte die Veranstaltung ein Zeichen gegen einen vermeintlich deutschen Sonderweg in der Medienwissenschaft und öffnete sich bewusst einer internationalen Diskussion. Dass der Ausrichter Erhard Schüttpelz (Siegen) dafür ausgerechnet auf die Fraueninsel im bayrischen Chiemsee geladen hatte, könnte man als einen ironischen Kommentar zur Situation fassen – die klösterliche Abgeschiedenheit einer Klausurtagung auf einer Insel als Gegengift zur «splendid isolation». Ähnlich paradox brachte der Titel der Veranstaltung – «Connect and Divide. The Practice Turn in Media Theory» – die basale Operation der Trennung und Verbindung, die jeder medialen Operation zugrunde liegt, auf den Punkt.

6. Dezember 2015

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