Dokument und Dokumentarisches

Dokument und Dokumentarisches zielt auf die unterschiedlichen Akte der Beglaubigung und Bezeugung, des Beweisens, Registrierens und Zertifizierens, letztendlich also der Herstellung von Evidenz, Authentizität und Wahrheit und fragt danach, wie sich diese Akte jeweils medienspezifisch ausprägen und welche Gesten und Einsätze des Dokumentarischen die Autorität einer dokumentierten Wahrheit irritieren oder unterlaufen. (...)

11 (2/2014) – Dokument und Dokumentarisches
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Call for Papers

Überwachung und Kontrolle

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist deutlich geworden, in welchem Ausmaß Netzwerk- und Speichermedien Instrumente von Überwachung und Kontrolle sind. Aber nicht nur Geheimdienste generieren Daten aus der Nutzung von Medientechnologien; auch im ‹Internet der Dinge›, in den Phantasien von Big Data oder innerhalb der Quantified Self-Bewegung werden mediale Vorgänge, Ereignisse und Kommunikationen automatisierten Vermessungen unterzogen, die Kontrolle zum Ziel haben. Längst sind Debatten darüber angestoßen, wie diese Inanspruchnahme konventionelle Vorstellungen des Privaten, bürgerliche Freiheitsrechte und die Grundlagen liberal-demokratischer Gesellschaftsordnungen unterhöhlen und zerstören. Wenn dabei die sozialen Bedeutungen und politischen Effekte von Medientechniken thematisiert werden, ihre Subjektivierungsweisen und ihre Emergenz, geschieht dies häufig unter weitgehender Ausblendung medienwissenschaftlicher Positionen.

ZfM 13, erscheint im Oktober 2015
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Postfordistische Verführungen

Mit unverhohlener Faszination nimmt Harmony Korines Film Spring Breakers (USA 2012) die schaurig-schönen und verführerischen Bilder unter die Lupe, die der US-Mainstream seit Jahren generiert, und lotet Ordnungen des Begehrens und Mechanismen der Verführung aus. Der Beitrag schlägt vor, den Film einerseits als Remake zu begreifen, und ihn andererseits mit Hilfe des begrifflich-theoretischen Instrumentarium des französischen Theoretikerkollektivs Tiqqun zu lesen.

Im Jahr 1981 wird Britney Spears geboren und der Musiksender MTV geht erstmals auf Sendung. Fünf Jahre später, 1986, beginnt MTV mit seiner Spring Break-Berichterstattung: Wenn Hunderttausende amerikanischer College-StudentInnen an die Strände von Florida pilgern, um zu trinken und zu feiern, dann ist MTV von jetzt an dabei.

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The State of Post-Cinema

Internationaler Workshop, Forschungskolleg Humanwissenschaften, Bad Homburg, 26.-27.06.2014. Veranstaltet von Malte Hagener (Philipps-Universität Marburg) und Vinzenz Hediger (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Jüngste filmwissenschaftliche Untersuchungen zur Stellung des Kinos im digitalen Zeitalter haben die Frage nach dem ‹Wo› des Kinos in den Mittelpunkt gestellt – im Gegensatz zu der ontologischen Frage nach dem ‹Was› des Films, welche die Disziplin ab den 1920er-Jahren prägte, und der historisierende Frage nach dem ‚Wann›, welche ab den 1970er-Jahren gestellt wurde.

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Die Sinne im Kino

Anke Zechner, Die Sinne im Kino. Eine Theorie der Filmwahrnehmung, Frankfurt/M (Stroemfeld) 2013.

Dass die Filmtheorie nach der Erfahrung des Filmeschauens fragt, ist keine ganz neue Erscheinung. Das zunehmende Interesse der letzten Jahre ist sicherlich auch der rasanten Entwicklung geschuldet, der sich weniger der Film als viel mehr das Kino, also das Abspiel, seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

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