Dokument und Dokumentarisches

Dokument und Dokumentarisches zielt auf die unterschiedlichen Akte der Beglaubigung und Bezeugung, des Beweisens, Registrierens und Zertifizierens, letztendlich also der Herstellung von Evidenz, Authentizität und Wahrheit und fragt danach, wie sich diese Akte jeweils medienspezifisch ausprägen und welche Gesten und Einsätze des Dokumentarischen die Autorität einer dokumentierten Wahrheit irritieren oder unterlaufen. (...)

11 (2/2014) – Dokument und Dokumentarisches
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Call for Papers

Überwachung und Kontrolle

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist deutlich geworden, in welchem Ausmaß Netzwerk- und Speichermedien Instrumente von Überwachung und Kontrolle sind. Aber nicht nur Geheimdienste generieren Daten aus der Nutzung von Medientechnologien; auch im ‹Internet der Dinge›, in den Phantasien von Big Data oder innerhalb der Quantified Self-Bewegung werden mediale Vorgänge, Ereignisse und Kommunikationen automatisierten Vermessungen unterzogen, die Kontrolle zum Ziel haben. Längst sind Debatten darüber angestoßen, wie diese Inanspruchnahme konventionelle Vorstellungen des Privaten, bürgerliche Freiheitsrechte und die Grundlagen liberal-demokratischer Gesellschaftsordnungen unterhöhlen und zerstören. Wenn dabei die sozialen Bedeutungen und politischen Effekte von Medientechniken thematisiert werden, ihre Subjektivierungsweisen und ihre Emergenz, geschieht dies häufig unter weitgehender Ausblendung medienwissenschaftlicher Positionen.

Texteinreichungen bis Ende Februar 2015
ZfM 13, erscheint im Oktober 2015
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New Media – New Documentaries?

Kate Nash, Craig Hight, Catherine Summerhayes (Hg.), New Documentary Ecologies. Emerging Platforms, Practices and Discourses. New York (Palgrave Macmillan) 2014.

«[R]eally great documentary is about remaining open to what’s actually happening around you … and this [Highrise] is just a continuation of that kind of approach, just in different media, and with different possibilities in terms of how to collaborate with people and open the process up.

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Performing Documentary

Mit der im Berliner Kino Arsenal veranstalteten Film- und Gesprächsreihe Performing Documentary

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Postfordistische Verführungen

Mit unverhohlener Faszination nimmt Harmony Korines Film Spring Breakers (USA 2012) die schaurig-schönen und verführerischen Bilder unter die Lupe, die der US-Mainstream seit Jahren generiert, und lotet Ordnungen des Begehrens und Mechanismen der Verführung aus. Der Beitrag schlägt vor, den Film einerseits als Remake zu begreifen, und ihn andererseits mit Hilfe des begrifflich-theoretischen Instrumentarium des französischen Theoretikerkollektivs Tiqqun zu lesen.

Im Jahr 1981 wird Britney Spears geboren und der Musiksender MTV geht erstmals auf Sendung. Fünf Jahre später, 1986, beginnt MTV mit seiner Spring Break-Berichterstattung: Wenn Hunderttausende amerikanischer College-StudentInnen an die Strände von Florida pilgern, um zu trinken und zu feiern, dann ist MTV von jetzt an dabei.

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Kosmos und Kontingenz

Tagung, Veranstalter: Reto Roessler, Tim Sparenberg und Philipp Weber, PhD-Net «Das Wissen der Literatur» (Humboldt-Universität zu Berlin, Harvard University, Princeton University, University of California, Berkeley) und DFG-Graduiertenkolleg «Lebensformen und Lebenswissen» (Universität Potsdam und Europa-Universität Viadrina, Frankfurt an der Oder). Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum Berlin 10.-13.07 2014.

Im nun angebrochenen Zeitalter des Anthropozän stellt sich angesichts globaler ökologischer und sozialer Krisen die Frage, wie der Mensch sein Verhältnis zum Kosmos gestaltet – genau diesem jüngsten Umdenken war die Konferenz Kosmos und Kontingenz gewidmet.

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