Medienökologien

Medienökologien Ökologische Fragestellungen werden derzeit auf vielen Feldern der Kultur- und Medienwissenschaft diskutiert. Brisanz erhalten sie durch global geführte Debatten über die Ursachen von Klimaveränderungen und die Sorge um den planetarischen Haushalt. Die Frage, wie technische Infrastrukturen, künstliche Umgebungen und Eingriffe in bestehende Ökosysteme das Verhältnis von Technik, Kultur und Natur dauerhaft verändern, betrifft auch Begriffe und Konzepte der Medienwissenschaft. […]

14 (1/2016) – Medienökologien
Cover ZfM Ausgabe 14
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Call for Papers

ZfM 16, erscheint im April 2017

‹Famous for being famous› – die Einsicht in die vermeintlich selbstreferentielle Dimension von Berühmtheit ist im Alltagswissen angekommen. Werden damit bestimmte Erscheinungsweisen von Berühmtheit als ‹unverdient› und damit ‹unecht› abgewertet, unterstreicht der Slogan doch auch, dass an der Hervorbringung des Celebrity-Status Medien konstitutiv beteiligt sind. [...]

– This Call for Papers is also available in English –

Texteinreichungen bis Ende August 2016
erstellt am: 18. April 2016
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Gender-Blog

olympic nail art

Ikonische Läuferinnen wie Caster Semenya und Dutee Chand zeigen: Im Lauf von Organen zu Chromosomen und jetzt zu Hormonen hüten Reinheitsregeln für Sportlerinnenkörper die Normalandrogynie. Neues vom T-Test.

erstellt am: 18. August 2016
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Burak Arikan, «Islam, Republic, Neoliberalism» (Detail), 2012

vorgestellt von Thomas Waitz & Ulrike Bergermann

Burak Arikan, «Islam, Republic, Neoliberalism» (Detail), 2012

erstellt am: 16. August 2016
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Burak Arikan, «Islam, Republic, Neoliberalism» (Detail), 2012

Medien, Versammlung und Wissenschaft nach dem Putschversuch in der Türkei

Die Nachrichten vom versuchten Militärcoup in der Türkei am späten Abend des 15. Juli 2016 waren mir Überraschung und Schock zugleich. Wieder saß ich viele Stunden vor dem Rechner in meiner Wohnung in Bayreuth – wie zu Zeiten der Gezi-Proteste im Jahr 2013, aber auch wie an den Tagen der dem Daesh zugeschriebenen Anschläge in Suruç, die am 20. Juli 2015 einer Helferbrigade für die zerstörte Stadt Kobane galten, an jenem des Anschlags auf die große Friedensdemonstration in Ankara am 10. Oktober 2015 oder am Tag des Anschlags auf den Flughafen Istanbul Atatürk am 28. Juni 2016. Ich versuchte via Twitter, auf nationalen und internationalen Nachrichtenseiten, über türkische Websites mit Live-Tickern, über ein überraschend mit historischem Hintergrund aufwartendes nächtliches Interview beim heute journal spezial, aber auch über die TV-Livestreams türkischer Sender die Geschehnisse zu verfolgen und einzuschätzen.

erstellt am: 11. August 2016
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Burak Arikan, «Islam, Republic, Neoliberalism» (Detail), 2012

Die außergewöhnlich brutalen Szenen, die sich am 15. und 16. Juli 2016 in Ankara und Istanbul abgespielt haben, machten schnell die Runde. Von Augenzeugenberichten bis hin zu einzelnen, ihrem Zusammenhang entrissen Bildern konnten Mediennutzer_innen, Zuschauer_innen und Leser_innen sehr bald Bilder der Geschehnisse in all ihren blutigen Details wahrnehmen; manche davon waren Fakes  manche nicht.

Stehende und bewegte Bilder und Hunderte von Streams gaben zwar einen lebhaften Eindruck der Ereignisse, ließen aber dennoch viele Menschen in der Türkei rätselnd zurück. Erst später war man in der Lage, eine Art Zusammenschau der Ereignisse mit der Kohärenz einer narrativen Struktur zu verbinden. Am Morgen zeigten die Livestreams des Fernsehens, wie uniformierte Soldaten ihre Hände erhoben und von ihren Panzern kletterten. Bald folgten die schon jetzt ikonischen Bilder öffentlicher Bestrafungen: der obere Torso eines nackten Mannes mit einem Gürtel als Peitsche, die Reihen entkleideter Soldaten, gefolgt von Bildern des Ausdrucks kollektiven Jubels der nunmehr erleichterten Türkei. Der Putsch war vorbei.

erstellt am: 11. August 2016

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