Klasse / Faktizitäten

KLASSE Objekte der Medienwissenschaft wie Forschende tragen einen Klassen-Marker. Was für race und gender zunehmend erprobt ist – Analysekriterien für mediale Artefakte, für Produktions- und Rezeptionsformen, für epistemologische Strukturierungen bis hin zu Möglichkeitsbedingungen der Wissensproduktion –, steht für die Kategorie der class zur Diskussion: die Geschichte ihres Klassifizierens, die Naturalisierung und Internalisierung der Klassizismen, die Gegenwart von lokalen und neuen globalen Prekarisierten, von Hochschulzugängen.

FAKTIZITÄTEN der Rede von ‹Fake News›, ‹alternativen Fakten› oder ‹Truthiness› treffen sich derzeit Diskurse des Politischen und der Wissenschaft. Dabei steht stets im Fokus, welche Rolle Medien bei der Produktion, Distribution und Transformation von Fakten spielen. Der Schwerpunkt erkundet, wie mediale Praktiken, Techniken, Politiken und Ästhetiken Faktizitäten herstellen, untermauern oder untergraben und daher mit entscheiden, was für wahr gehalten werden kann.

19 (2/2018) – Klasse / Faktizitäten
Cover ZfM 19
Forensic Architecture: Rafah Master Drawing, 2014. Diese Darstellung umfasst die Kartierung von Bombenkratern, Rauchwolken, Flugbahnen, Artillerieangriffen, Routen von Panzern und bewaffneten Fahrzeugen und vermutlichen Tunnelverläufen basierend auf der Analyse von Videomaterial, Satellitenbildern und Augenzeugenberichten. Montage mit Pléiades-Satellitenbild von Ost-Rafah, Gaza, vom 1.8.2014, 11:39 Uhr (Orig. in Farbe)

Aus den Blogs

Open-Media-Studies-Blog

Interesse an Open Science, Open Access oder Open Educational Resources in der Medienwissenschaft? Hiermit laden wir herzlich ein zum Gründungstreffen der AG Open Media Studies! Das Treffen findet statt am 28.09.2018, 14-15.30 Uhr, 06.09, US-D 109 auf der GfM-Jahrestagung in Siegen.

Gender-Blog

Der Fall Ronell kann ein boot camp sein, um ein update feministischer medienperformativer Theorie zu unternehmen, und: um die erkämpften Freiräume für eine Vielzahl von Subjektivitäten nicht wegen eines Falls von sexualisiertem Machtmissbrauch unreflektiert aufzugeben. Das erfordert, eine gewisse mögliche Komplizenschaft durchzudenken: nicht mit Avital Ronell, sondern mit einigen Prämissen, die sie für ihre Arbeit in Anspruch nahm und die in Gender Studies und Medienwissenschaft geteilt werden.

Open-Media-Studies-Blog

Diese Rezension ist im Rahmen des Seminars «Wissenschaftskommunikation. Theorie und Praxis» im Sommersemester 2018 an der Universität Hamburg entstanden. Der Autor des rezensierten Buchs plädiert dafür, mit offenen Arbeitsweisen und entsprechenden Online-Medien in der wissenschaftlichen Praxis zu experimentieren. Wir haben dieses Plädoyer aufgegriffen und diese Rezension gemeinsam in einem öffentlichen Wiki (Wikiversity) geschrieben.

Gender-Blog

Wie die Kritik an Googles Diversity-Richtlinen Hand in Hand mit Alt-Rights geht: Zum world building Weißer marginalisierter Nerd-Männlichkeit und ihrem Kampf gegen Identitätspolitik im Zeichen angeblicher identitätsbasierter Diskriminierung – vom Rust Belt ins Silicon Valley.

Gender-Blog

Gauland leugnet den Klimawandel, ein afrofuturistischer Kurzfilm hingegen zeigt: Mythen, die sich im Kontext der Träume in die Museumsarbeit einfügen und sich gleichzeitig in Bezug auf Gender wie auch auf die Kategorie Mensch transformieren, bilden das dekoloniale Reservoir des Virtual Natural Museums der Zukunft, einer Zukunft, die der ökolonialen Gegenwart eine Alternative anbietet.

Open-Media-Studies-Blog

Vorweg: Wir alle haben Erfahrungen mit der Tatsache gemacht, dass unsere Texte, unsere Forschung, unsere recherchierten Fakten von Kollegen_innen kommentiert und kritisiert, oft auch korrigiert werden. Im besten Fall wird unsere Arbeit dadurch besser und wir entwickeln uns als Wissenschaftler_innen weiter. Im schlechtesten Fall wird unser Text abgelehnt und wir erhalten noch nicht einmal die Chance, ihn zu überarbeiten.

Online

Tagungsbericht

Üblicherweise soll der Widerspruch ein Bruch sein. Zu widersprechen meint eine Entgegnung, die sich trennt von demjenigen, welchem sie widerspricht, widersteht, sich widersetzt. Die DFG-Forscher_innengruppe Mediale Teilhabe.

Buchbesprechung

There is a growing interest in understanding how social movements emerge, organize and persist today that has been kindled by recent waves of uprisings as the protests in Tunisia led to the ousting of the president and to new elections, and as a new party called Podemos emerged in Spain in the aftermath of the anti-austerity protests and became the third largest party in the parliament in 2015. Yet many popular uprisings faced with violence and oppression in many places, and were followed by drastic changes in governance and social life such as in Egypt, Syria, and Turkey, among others.

Tagungsbericht

Es gibt kein Bild. Jedenfalls nicht im substanziellen Sinne und im Singular. Es gibt nur eine Vielzahl von Bildträgern und Bildtypen, die sich nicht ohne Weiteres untereinander subsumieren lassen: Fotografien, Malereien, Comics, technische Zeichnungen, optische Täuschungen, Diagramme, Silhouettenbilder und zeitbasierte audiovisuelle Medien wie Film, Video und Installationen. Diese Explosion medialer Bildtypen in der bildwissenschaftlichen Debatte zeigt eine der zentralen Entwicklungen in der jüngeren Bildwissenschaft an.

Vorschau

Heftvorschau
Im zwanzigsten Heft fragt die Redaktion der ZfM nach Kollektiven, Aktivist_innen, Expert_innen und dem Außerakademischen.
Call for Papers

Selbstfahrende Autos, digitale Assistenzsysteme, humanoide Roboter, adaptive Nanodrohnen, fluide Interfaces oder smarte Supermärkte – derzeit herrscht wohl kein Mangel an technologischen Entwicklungen, die sich als Referenz der allgegenwärtigen Rede von einer (scheinbaren) Revolution bzw. einer neuen Ära der künstlichen Intelligenz anbieten. Gerade im Zusammenhang mit einer vermeintlichen oder tatsächlichen Autonomisierung technischer Infrastrukturen und Systeme hat das Thema «Künstliche Intelligenz» als Schüsseltechnologie, Konzept und soziotechnisches Gefüge derzeit wieder Konjunktur.

Abonnements

ZfM 18 (1/2018) – Medienökonomien
ZfM 17 (2/2017) – Psychische Apparate
Cover ZfM Ausgabe 16
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