Medium | Format

MEDIUM | FORMAT Heft 22 thematisiert den Formatbegriff aus film- und medienwissenschaftlicher Perspektive: Formate sind technische Maßeinheiten zur Normierung und Verwaltung medialer Anwendungen und Apparaturen; sie beeinflussen die Art und Weise, wie Medien erscheinen, operieren und erfahrbar werden. Das gibt Anlass für eine Reflexion der Bezüge zwischen Medien, wiederkehrenden Techniken und ihren historischen (Dis-)Kontinuitäten.

22 (1/2020): Medium | Format
22 (1/2020) – Medium | Format
Aus dem Inhalt:

Über Normen, Abweichungen und Affordanzen. 640 x 480Erfurt dekolonisieren – Mikropolitik der BaumwolleKonnektiver Zynismus – Habilitation und gute Arbeit – Methoden-Diskussion – Intermedialität revisited 

Bildmotiv: Olia Lialina

Aus den Blogs

Open-Media-Studies-Blog

Julian Hanich describes new openings and changed reception of film. How many of us perceive and interpret movies seems remarkable changed. One could refer to this phenomenon as an abruptly altered horizon. Yet this phenomenon isn’t all that rare, and it becomes all the more common the closer we look at it.

25. Mai 2020
Open-Media-Studies-Blog

Im vierten Beitrag der Sonderreihe zu «Digitale Medien und Methoden» im Open-Media-Studies-Blog setzt sich Jasmin Kermanchi mit den Herausforderungen auseinander, die sich durch i-docs als digitale Formate für medienwissenschaftliche Analysen ergeben.

18. Mai 2020
Gender-Blog

Schockierende NEWS: Feministin kritisiert Joko und Klaas’ 15-Minuten-Video Männerwelten, obwohl die beiden Medienmänner damit Primetime auf ProSieben abgeben, um es Frauen* zu ermöglichen, über ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt zu berichten! Lesen Sie die undankbare Kritik hier.

15. Mai 2020
Gender-Blog

The myth of the household as a unit is being put to the test. What if we thought of people as living in co-viral groups, some of which were cohabiting, others of which were distributed across different households (or premises)?

7. Mai 2020
Open-Media-Studies-Blog

Im ersten Teil dieses auf drei Teile angelegten Blogbeitrags möchte ich meine Erfahrungen aus dem Bürger_innenforschungsprojekt «Das filmische Gesicht der Stadt Potsdam» teilen. Hierzu werde ich darauf eingehen, wie Citizen Science definiert und worauf ihr aktueller Hype zurückgeführt wird. Finale Ergebnisse aus dem Vorhaben liegen noch nicht vor, aber ausreichend Erfahrungswerte – insbesondere zum Gewinnen im Scheitern in einem Bürger_innenforschungsprojekt.

6. Mai 2020
Open-Media-Studies-Blog

In den Wörtern Internet sowie World Wide Web steckt der Begriff des Netzes. Ein Netz kann klar sichtbare Strukturen haben, verfügt meist aber auch über viele Möglichkeiten ans Ziel zu gelangen. Eine Navigationsmöglichkeit durch dieses Netz sind Schlagworte, Keywords, die von Suchmaschinen gefunden werden können. Es ist also sinnvoll, dass auch eine wissenschaftliche Webseite mit aktuellen und relevanten Schlagworten operiert, um von Suchmaschinen gefunden und anerkannt zu werden. Das klingt hochkomplex, bedeutet im Prinzip aber nur: vernetzt euch und interagiert!

28. April 2020

Online

Web-Extra

Städtische Räume in Deutschland zeigen noch heute zahlreiche Einschreibungen der deutschen Kolonialgeschichte. In diesem Gespräch mit Mitgliedern der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und mit Mitgliedern der Initiative Decolonize Erfurt sprechen wir über lokale Ausprägungen und Besonderheiten der Kolonialgeschichte und deren Fortwirken in der Gegenwart.

28. April 2020
Buchbesprechung

In seinem viel diskutierten Buch Postkoloniale Theorie und das Gespenst des Kapitals, das 2013 auf Englisch und 2018 in deutscher Übersetzung erschien, wirft der in New York lehrende Soziologe Vivek Chibber den Postcolonial Studies eine «Verschleierung des Kapitalismus», einen neuen Orientalismus und mithin eine heimliche Affirmation eben jener Mächte vor, gegen die sich diese Theorieschule eigentlich wendet.

1. April 2020
Buchbesprechung

Wie ein Schwanengesang und eine Brandrede zugleich erscheint Lars Henrik Gass’ Filmgeschichte als Kinogeschichte. Das Bändchen enthält Erinnerungen an Episoden der Filmgeschichte, um darin Spuren des kinematografischen Wahrnehmungsgefüges freizulegen. Doch wird damit kein historistisches Projekt verfolgt: Vielmehr sieht sich Geschichte mit dem proklamierten Ziel durchgearbeitet, einen Begriff des Kinos zu entwickeln – «eine kleine Theorie des Kinos» lautet demzufolge der Untertitel.

26. März 2020

Vorschau

Call for Papers

‹Sorge› steht für Kümmern oder Fürsorge – und damit in einem direkten Zusammenhang mit (historischen) Formen der Regierung, der Verbesserung des allgemeinen Wohlergehens. Ebenso aber konnotiert der Begriff ‹Besorgnis›, also unangenehme Affekte der Unruhe und Gefahr.

Texteinreichungen bis Ende September 2020
ZfM 24, erscheint im April 2021
Heftvorschau

Der Begriff der Zirkulation wird im wissenschaftlichen Diskurs verwendet, um die Bewegung von Nachrichten, Filmen und Serien, aber auch von Containern, Viren und Geld, von Affekten, Formularen und Elektrizität zu erfassen. Insbesondere im Kontext der ANT zielt er darauf ab, die Herstellung von Ordnungen durch das Nachzeichnen materieller Verknüpfungen zu verstehen.

ZfM 23, erscheint im Oktober 2020