06 (1/2012) - Sozialtheorie und Medienwissenschaft
Erscheinungsdatum: April 2012
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Sie können die Zeitschrift für Medienwissenschaft direkt beim Verlag diaphanes bestellen.Inhaltsverzeichnis
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Einleitung in den Schwerpunkt
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Audiokassetten, private Mitschnitte und ein neuer Wirtschaftszweig für die Verteidigung des geistigen Eigentums
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Das US-amerikanische Patent aus der Perspektive der Science and Technology Studies
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Video in Nigeria und die Infrastruktur der Raubkopie
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Eine ethnographische Erläuterung der Logik medialer Transformationsprozesse
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Harold Garfinkels Beitrag für eine Theorie sozialer Medien
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Vorgestellt von Petra Löffler
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In memoriam Friedrich Kittler (1943 – 2011)
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Zur technischen Modifikation von Wetter und Klima
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im Gespräch mit Dave Tompkins
Schwerpunkt
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Schwerpunkt
Seit geraumer Zeit ist eine innovative Wechselwirkung zwischen Sozialtheorie und Medienforschung zu beobachten, die aber in ihren Voraussetzungen und Konsequenzen ungeklärt geblieben ist. Die innovativsten Verbindungen entstanden dabei oft in Forschungsrichtungen, die ihre praxistheoretische Vorgehensweise fortlaufend begründen mussten: in der Mikro- und Sozialgeschichte der Geschichtswissenschaft, in der linguistischen Konversationsanalyse und Diskursanalyse (mitsamt ihren Workplace Studies), in der Ethnologie und der Europäischen Ethnologie, und last but not least in der Techniksoziologie der internationalen Science and Technology Studies mit ihren historischen und ethnographischen Varianten. Auf diesem Wege ist eine praxistheoretische Überschneidung zwischen Sozial- und Medientheorie (und zwischen Sozial- und Techniktheorie) entstanden, die den soziologischen Vorannahmen der internationalen Media Studies, aber auch einer mitunter übermächtigen kulturwissenschaftlichen Abwehr sozialtheoretischer Diskussionen entgegenläuft.
Hier sind insbesondere folgende Schwerpunkte zu nennen:
- Auf die Anwendung soziologischer und technologischer Modernisierungstheorien antwortet ihre Kritik und Infragestellung am Ort der medialen Praxis; das Spektrum der für Medien fruchtbar gemachten Sozialtheorien reicht mittlerweile von multiplen Modernitäten über die Überprüfung dessen, was Modernisierungstheorien in ihrer Anwendung (etwa in der Entwicklungshilfe) bewirken, bis zum Gegenentwurf einer amodernen Konstitution der Moderne selbst.
- Auf die Theorien der modernen Öffentlichkeit und ihres Publikums (public) antwortet eine Überprüfung an den Orten der Medienrezeption und der Medienproduktion, im Alltag und in der Arbeit der Medien (mitsamt ihrer Publizität), insbesondere am Ort der medialen Sprachhandlungen und sprachlichen Interaktion.
- Gegen das geschichtsphilosophische Erbe der Medienwissenschaft und die Absonderung der technischen Funktionalität haben sich mittlerweile Sozial- und Techniktheorien durchgesetzt, die jede apriorische oder aposteriorische Trennung zwischen Mikro- und Makro-Analysen, zwischen structure und agency, und zwischen technischer Funktionalität und Sozialbeziehungen unterlaufen.
- Gegen den Wunsch vieler kulturwissenschaftlicher Forschungen, Medien als möglichst starke und eindeutige – und alles durchdringende – historische Ursachen zu etablieren, hat sich eine skeptischere Forschung eingerichtet, die Medien weniger als Ursachen denn als vorübergehend konsolidierte historische Effekte behandelt und auf diesem Wege in wechselnde Geflechte aus materiellen, sozialen und semiotischen Faktoren einbettet, und zwar für die Perspektive einer longue durée, für die Geschichte von einzelnen Medien, aber auch für die Geschichte einer vorübergehenden medialen Innovation oder Mode.
- Und nicht zuletzt ist die praxistheoretische Terminologie mittlerweile Gegenstand einer intensiven Diskussion: Sind die medialen Praktiken «Kulturtechniken» oder «Operationsketten»? Lassen sich die «Diskurse» der Diskurstheorie in «communities of practice» übersetzen? Wie sieht die Beziehung zwischen «Plänen» und «situierter Handlung» aus, geht es in dieser Beziehung um ein «tacit knowledge» oder um «skills»? Was wird aus den Begriffen der «Gesellschaft», der «Sprache» und der «Technik», wenn man sie aus medialen Praktiken neu zusammensetzt?
Mit dem Schwerpunktthema wird dazu eingeladen, die medienwissenschaftlichen Konsequenzen dieser Entwicklungen zu pointieren und an Fallbeispielen zu debattieren.
Redaktion: John Durham Peters, Erhard Schüttpelz
Sonderteil: Friedrich Kittler
Über den von der ZfM exklusiv publizierten Sonderteil zu Friedrich Kittlers Habilitationsverfahren, berichten Jürgen Kaube in der FAZ vom 23. April und Andreas Rosenberger in der Welt vom 25. April.
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10. Oktober 2012 - 10:01
Lieber Herr Maibaum, vielen Dank für Ihre Anregung. Wir arbeiten daran! Mit freundlichen Grüßen, Thomas Waitz Redaktion ZfM → mehr
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24. August 2012 - 13:01
Kommentar von Johannes Maibaum
Sehr geehrte zfm-Redaktion, ich wollte Sie auf diesem Wege fragen, warum Sie Ihren Digital Object Identifiers (DOIs) nicht noch die Metadaten der jeweiligen ... → mehr
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10. Juni 2011 - 08:08
Da Geert Lovink aus der niederländischen Tradition der Pflege minimaler Differenzen zwischen diversen kleinen Religionsgemeinschaften heraus schreibt (sog. ... → mehr
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29. Mai 2011 - 17:36
Kommentar von Ulrike Bergermann
Eine gescheiterte Diagnose, oder: Wo Medienwissenschaft wirklich überflüssig ist Kommentar zu Geert Lovink, "Medienwissenschaften. Diagnose einer ... → mehr
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12. Mai 2011 - 09:25
Liebe Judith, das elektronische Dokument steht noch nicht online. Folgt ganz bald! Danke für den Hinweis, Kathrin Peters → mehr
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11. Mai 2011 - 07:30
link zu aktuellem heft (elektronisches dokument) funktioniert nicht. bestellmöglichkeit und link hierzu wäre fein. lg → mehr
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05. Mai 2011 - 11:50
Kommentar von Sebastian Schmid
Schade, dass Sie mit Ihrer Geldgier der Forschung im Wege stehen. Ich hätte gerne einen Ihrer Artikel gelesen, habe mich aber nun entschlossen Ihre exklusive ... → mehr
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19. Juli 2010 - 21:53
Lieber Peter Klimczak, danke schön für das Kompliment in Sachen Heftgestaltung! Zeitschriften sind ja ziemlich materielle Angelegenheiten und von daher halten ... → mehr
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14. Juni 2010 - 09:16
Dass sich die Psychotherapie "aufgrund ihrer genuinen seriellen Struktur und inhärenten Dramatik" als ideales Setting für TV-Serien anbietet, und auf welche ... → mehr
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07. Mai 2010 - 16:26
Die meisten werden es sich im Stillen denken und einige werden es den Herausgebern persönlich bereits gesagt haben ? nichtsdestotrotz sollte es wohl auch ... → mehr

