05 (2/2011) - Empirie
Erscheinungsdatum: Oktober 2011
Alle Ausgaben, die älter als zwölf Monate sind, stehen hier open access zur Verfügung. Für GfM-Mitglieder und Abonnenten ist die Online-Ausgabe generell kostenlos.
Ab Heft 6 erscheint die ZfM bei diaphanes [www.diaphanes.net]. Die Printausgaben von Heft 1 bis 5 können nach wie vor über den Akademie Verlag bestellt werden: www.oldenbourg-verlag.de/akademie-verlag/zeitschrift-medienwissenschaft/18691722
Inhaltsverzeichnis
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Einleitung in den Schwerpunkt
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Adorno, Lazarsfeld und der Eigensinn des Medialen. Fiktionen objektiver Wahrscheinlichkeit
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Marshall McLuhan und die National Association of Educational Broadcasters, 1958-1960
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Digitale Methoden
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Möglichkeiten qualitativer Medienanalyse
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Vorgestellt von Kathrin Peters
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Architektonische Visionen
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im Gespräch mit Cord Riechelmann
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Arbeiten mit YouTube und UbuWeb
Schwerpunkt
Bildstrecke
Extra
Laborgespräch
Werkzeuge
Besprechungen
Schwerpunkt
Es gibt eine zarte Empirie, die sich mit dem Gegenstand innigst identisch macht und dadurch zur eigentlichen Theorie wird. – Goethe
Die neuzeitliche Wissenschaft steht im Zeichen der Empirie. Als wissenschaftlich gilt vorzugweise, was Ergebnis von Experiment und Beobachtung ist und sich in mathematischen Größen ausdrücken lässt. Wer, wie in der Regel die Geisteswissenschaften, Theoriebildung nicht an Experimente mit serendipem Ausgang knüpft, gerät entsprechend unter Legitimationsdruck. Die Philosophie reagiert auf diesen Druck beispielsweise, indem sie vielerorts ihre alten Fragen zur Entscheidung an die Neurowissenschaft delegiert.
Die Medienwissenschaft nimmt hier eine in mehrfacher Hinsicht besondere Position ein: Zum einen sind Entstehung und Erfolg der naturwissenschaftlichen Empirie eng an mediale Möglichkeitsbedingungen gebunden. Zum anderen aber erhält die Entstehung der Disziplin oder des Feldes Medienwissenschaft selbst durch eine doppelte Abgrenzung Plausibilität: gegen eine materialitätsvergessene und damit ‹zu wenig empirische› Geisteswissenschaft ebenso wie gegen eine ‹bloß empirische› Kommunikationswissenschaft, die an den medialen Voraussetzungen von Kommunikation nicht interessiert ist. Darüber hinaus sind Radio, Film und Fernsehen historisch gesehen ohne das Steuerungswissen von Publikums- und Wirkungsforschung kaum denkbar – wobei nicht zuletzt die Netzwerkeffekte im Web 2.0, die weder prognostizierbar noch retrospektiv modellierbar sind, diesen etablierten Zusammenhang von Massenmedien und sozialwissenschaftlicher Empirie unterlaufen.
Gerade in einer Phase der dynamischen Entwicklung des Faches verdient aus medienwissenschaftlicher Perspektive noch einmal neu gedacht zu werden, was Empirie ist. Zunächst reklamieren unterschiedliche Ansätze der Medienwissenschaft starke, wenn auch spezifische Bezüge zu einer ‹klassischen› Empirie – man denke an die Rückführung anthropologischer Theoriefiktionen auf technische Apriori oder die Nutzbarmachung der naturwissenschaftlichen Empirie von Neurobiologie und Kognitionspsychologie in medienästhetischen Zusammenhängen. Aber auch zwischen solchen Randpunkten zeichnen sich dynamische methodologische Diskussionen ab: In der New Film History und der Medienarchäologie wird mit akribischen Archivrecherchen und Modellen aus der Ökonomie und Wissenschaftsforschung gearbeitet; die Cultural Studies verfeinern weiterhin ethnographische und diskursanalytische Ansätze zur Analyse kultureller Praktiken und berühren sich dabei mitunter mit Ansätzen wie der Actor-Network-Theory und Theoriemodellen aus der Soziologie.
Der Themenschwerpunkt «Empirie» der Zeitschrift für Medienwissenschaft nimmt diese Spannungsfelder zum Ausgangspunkt, um das Konzept der Empirie historisch, theoretisch und wissenschaftspolitisch neu zu perspektivieren. Dabei sind Beiträge u.a. zu folgenden Fragen erwünscht:
• Was heißt ‹etwas entdecken› in der Medienwissenschaft?
• Aus welcher Empirie speisen sich Medientheorien?
• Inwiefern ist die Herausbildung und Reproduktion von Medien und inwiefern ist Medialität an empirische Wissensproduktion gebunden?
• Welche medienwissenschaftlichen Fragestellungen haben zu einer Aneignung, Reformulierung oder Ablehnung empirischer Verfahren beigetragen? Gibt es eine Grenze der empirischen Erforschung von Medien? Wo zeigen sich mediale Phänomene, die sich der Empirie verweigern?
• Welchen Bestand hat die These von den medialen Möglichkeitsbedingungen wissenschaftlicher Empirie? Inwiefern ergeben sich durch unterschiedliche mediale Konstellationen verschiedene Konzeptionen von Empirie? Wie lässt sich Entstehen und Erfolg eines dominant naturwissenschaftlichen und später eines sozialwissenschaftlichen Modells von Empirie medienhistorisch erklären?
Redaktion: Vinzenz Hediger / Markus Stauff
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10. Oktober 2012 - 10:01
Lieber Herr Maibaum, vielen Dank für Ihre Anregung. Wir arbeiten daran! Mit freundlichen Grüßen, Thomas Waitz Redaktion ZfM → mehr
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24. August 2012 - 13:01
Kommentar von Johannes Maibaum
Sehr geehrte zfm-Redaktion, ich wollte Sie auf diesem Wege fragen, warum Sie Ihren Digital Object Identifiers (DOIs) nicht noch die Metadaten der jeweiligen ... → mehr
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10. Juni 2011 - 08:08
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29. Mai 2011 - 17:36
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Eine gescheiterte Diagnose, oder: Wo Medienwissenschaft wirklich überflüssig ist Kommentar zu Geert Lovink, "Medienwissenschaften. Diagnose einer ... → mehr
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12. Mai 2011 - 09:25
Liebe Judith, das elektronische Dokument steht noch nicht online. Folgt ganz bald! Danke für den Hinweis, Kathrin Peters → mehr
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11. Mai 2011 - 07:30
link zu aktuellem heft (elektronisches dokument) funktioniert nicht. bestellmöglichkeit und link hierzu wäre fein. lg → mehr
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05. Mai 2011 - 11:50
Kommentar von Sebastian Schmid
Schade, dass Sie mit Ihrer Geldgier der Forschung im Wege stehen. Ich hätte gerne einen Ihrer Artikel gelesen, habe mich aber nun entschlossen Ihre exklusive ... → mehr
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19. Juli 2010 - 21:53
Lieber Peter Klimczak, danke schön für das Kompliment in Sachen Heftgestaltung! Zeitschriften sind ja ziemlich materielle Angelegenheiten und von daher halten ... → mehr
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14. Juni 2010 - 09:16
Dass sich die Psychotherapie "aufgrund ihrer genuinen seriellen Struktur und inhärenten Dramatik" als ideales Setting für TV-Serien anbietet, und auf welche ... → mehr
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07. Mai 2010 - 16:26
Die meisten werden es sich im Stillen denken und einige werden es den Herausgebern persönlich bereits gesagt haben ? nichtsdestotrotz sollte es wohl auch ... → mehr

